Ein gutes Zeichen für z/OS-Admins weltweit

Yves Colliard, Inhaber YCOS GmbH

Yves Colliard, Inhaber YCOS GmbH

Yves Colliard ist, wenngleich erst Jahrgang 1962, ein echter Pionier im Mainframe-Umfeld.

Seit über dreißig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Schweizer mit der z/OS-Plattform und hat früh eine Lücke entdeckt, die er mit seinen Produkten clever besetzt hat.

Dass Beta Systems diese nun exklusiv vertreibt, ist eine Win-Win-Situation in gleich dreifacher Hinsicht: Für sein Unternehmen – die YCOS GmbH –, für Beta Systems sowie Kunden beider Firmen. Im Interview erläutert der IBM-Kenner sein Geschäftsmodell.

Herr Colliard, seit 1981 sind Sie in der Anwendungswicklung und Programmierung tätig, seit 1990 als Geschäftsführer und Inhaber der YCOS Yves Colliard Software GmbH – was sind ihre besonderen Kompetenzen?

YC: Angefangen habe ich seinerzeit als Entwickler und dann Projektleiter für VM, OS/VS2, MVS, Cobol, CICS, DL/I, JCL und Librarian, später habe ich mich intensiv mit der Konvertierung von IBM-Produkten und der Systemprogrammierung für VM, DOS/VSE und MVS beschäftigt. Im Vorfeld der Gründung meines eigenen Unternehmens 1990 rückten dann Schulungen und Beratungen (damals als Mitarbeiter von Amdahl) zu allen IBM-bezogenen Themen immer stärker in den Fokus – sowohl öffentliche wie In-House-Schulungen bei zahlreichen deutschen DAX-Unternehmen. In dieser Zeit fiel auch die Entwicklung spezieller Zusatz-Produkte für die z/OS-Plattform.

Welchen Zweck erfüllen diese Add-ons im Einzelnen?

YC: Es handelt sich im Prinzip um ein Dreigestirn: Das zentrale Produkt ist Operlog Viewer, der jetzt als Beta Systems Operlog Manager firmiert. z/OS produziert bei Großkunden Millionen Meldungen am Tag – von einfachen Informationen über Anmeldungen von Usern bis zu wichtigen Fehlermeldungen. Hier spielen die Operlog-Daten als spezielles Logstream-Format eine besondere Rolle. Operlog Manager vereinfacht die Art und Weise erheblich, wie man mit diesen Meldungen umgeht, wie man sie filtert und heraussucht. Der Administrator kann damit aus einer Flut von Logs die Ursachen für ein Problem sehr schnell herausfinden. YCSLOG, jetzt „Beta Systems Logstream Manager“ und  YCPlex (Sysplex Communicator) ergänzen die Operlog Tools als Utilities.

Und wer ihre Lösung nicht einsetzt?

YC: …der kann natürlich auf IBM-eigene Tools wie SDSF zurückgreifen. Problem: Dieses Feature hat nur Zugriff auf Online-Daten. Für die Analyse von Logs, die einmal archiviert wurden, braucht man wiederum ein gesondertes Tool wie Beta 92. Der Operlog Manager hingegen verwaltet sowohl den Online- wie den archivierten Bestand – über eine einfache und mächtige Oberfläche, die es erleichtert, Meldungen einzeln auszusortieren, zu selektieren, bisherige Selektionskriterien zu sichern und wiederzuverwenden usw. Vergleichbare Tools gibt es am Markt praktisch nicht bzw. werden sie von der IBM-Community nur schlecht angenommen. Im Prinzip bräuchte jeder, der mit z/OS zu tun hat, das Produkt, weil es im Umgang mit sehr hohen Datenmengen erhebliche Einsparungen und Produktivitätsgewinne eröffnet. Anwender sind folglich vor allem Großunternehmen, die mit traditionell mit IBM-Infrastrukturen arbeiten: Versicherungen, Banken, Krankenkassen und auch Behörden.

Wie kam es zum Kontakt mit Beta Systems?

YC: 2014 stellte ich auf einer Tagung die Lösung vor. Vertreter von Beta Systems waren ebenfalls vor Ort, wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass ich mit dem Operlog Manager genau eine Lücke im Beta Systems Portfolio fülle. Rasch waren wir uns dann einig, dass eine Zusammenarbeit zu beiderseitigem Vorteil sei. Über die jetzt geschlossene Partnerschaft übernimmt Beta System zunächst den Vertrieb, perspektivisch ist eine Integration in das Lösungsportfolio von Beta Systems denkbar.

Welche Vorteile versprechen Sie sich von der Zusammenarbeit?

YC: Ich selbst bin ja eher der Entwickler-Typ und verkaufe meine Produkte nur an Kunden, die ich aus meiner jahrzehntelangen Geschäftstätigkeit kenne. Mit Beta Systems als Partner kommt zunächst vertrieblich eine ganz andere Dynamik ins Spiel. Dies eröffnet ein enormes Kundenpotenzial für die Lösungen – auch weltweit –, die nun unter dem Namen „Operlog Tools“ vermarktet werden. Über den Verkaufsaspekt hinaus können (bisherige und neue) Operlog-Manager-Anwender davon ausgehen, dass sich durch eine Integration in das Beta-Systems-Portfolio auch entwicklungstechnisch einiges tun wird. Neue Features werden schneller hinzukommen, als wenn ich alleine all diese Arbeiten übernähme. Auch eine Integration der Beta Produkte in Operlog Manager steht als mögliche Erweiterung im Raum (z.B. Aufruf von Beta 92). Ein gutes Zeichen also für z/OS-Admins weltweit!

Mehr Informationen zu den Operlog Tools

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Bernhard Prüger
Ich bin in Wien geboren, lebe und arbeite mit meiner Familie seit vielen Jahren in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Als Wirtschaftsinformatiker bin ich von der Faszination IT angezogen. Als Produkt Marketing Spezialist verleihe ich den Bits und Bytes bei Beta Systems ein Gefühl. Bisher half ich Unternehmen im Aufbau von Channel- und Inbound Marketing sowie der Umsetzung von Go-to-Market Strategien.

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