Beta 92 EJM verbindet Mainframe mit Unix/Linux-Server-Welt

Die Abteilung Informationstechnologie des Landes Oberösterreich ist – als traditioneller Host-Anwender – vor einiger Zeit dazu übergegangen, dezentrale Anwendungen vom Mainframe aus zu steuern. Der Beta 92 Enterprise Job Manager (EJM) ist hierbei das Produkt der Wahl. Denn in den Rechenzentren großer Behörden wie beim Land Oberösterreich kommen schon seit längerem immer mehr Fachanwendungen zum Einsatz, die auf Windows, Linux oder Unix laufen. Die Job-Steuerung entzieht sich folglich immer stärker einer zentralen Batch Management Kontrolle (in der Rechenzentrums-Sprache: der Arbeitsvorbereitung).

Das Land Oberösterreich regelt Scheduling
auf dezentralen Systemen mit Beta 92 EJM

Beta 92 EJM beim Land Oberösterreich

Beta 92 EJM beim Land Oberösterreich

Das automatisierte Scheduling von z/OS-Jobs wird im Rechenzentrum vom Land Oberösterreich seit 1998 vom IBM-Produkt Tivoli Workload Scheduler (TWS) durchgeführt. Es wurde im Bereich des Scheduling längere Zeit mit verschiedenen Lösungen experimentiert jedoch wird seit vier Jahren das Thema ganzheitlich mit Beta 92 EJM abgedeckt.

Wie kam es dazu? Parallel zu Steuerung der Host-Jobs gab es in Linz früher verschiedenste Insellösungen für das Anstoßen von Jobs auf anderen Plattformen: SAP und SQL-Datenbanken – dort fand das Scheduling jeweils autark mit eigenen Lösungen statt – sowie diverse Linux-Server, deren Aufgaben über Cron verwaltet wurden.

„Wir hätten zwar weiterhin mit diesen verteilten Lösungen arbeiten können“, sagt Peter Breitenberger, „wollten aber auf ein zentrales Tool wechseln, das wir mit dem TWS verbinden können.“

Übersichtliche Batch-Job-Steuerung mit Beta 92 EJM

Noch ausschlaggebender für den Wechsel waren die bestehenden Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Datenformen: Die SAP-Server laufen auf Windows, die Datenbank aber auf dem Host. War die Datenbank früher kurze Zeit für Sicherungen offline, liefen SAP-Jobs des Öfteren ins Leere. Ebenfalls mit Unsicherheiten behaftet durch das Nebeneinander der Plattformen war der File-Transfer. Hierbei werden Daten intern zwischen Landesbehörden oder auch mit externen Stellen wie Versicherungen oder Banken ausgetauscht. Dafür mussten stets verschiedene Plattformschritte durchlaufen werden.

Mit Beta 92 EJM: die komplette Job-Kette vor Augen

Die Abteilung IT wollte deshalb die bisherige heterogene Jobsteuerung auf den verschiedenen Plattformen in einer einheitlichen Lösung zusammenführen und Aufgaben zentral vom Host aus anstoßen und kontrollieren. Beta 92 EJM war das geeignete Produkt dafür. 2010 wurde die Software eingeführt. „Mit Beta EJM sehen wir in der Arbeitsvorbereitung heute die komplette Job-Kette vor uns und können im Fehlerfall sofort die betreffende Stelle identifizieren“, sagt Walter Osterkorn.

Batch-Jobs plattformübergreifend realisiert

Seit nunmehr vier Jahren nutzt die Arbeitsvorbereitung des Landes Oberösterreich die Beta Systems-Lösung, um TWS plattformübergreifend für die Batch-Produktion des größten Teils der IT-Anwendungen einzusetzen. TWS stößt nicht nur Host-Prozesse an, sondern es kontrolliert via Beta 92 EJM auch das Scheduling in der offenen Welt und startet zu vorgegebenen Zeiten Skripte für Windows und Linux. Das Scheduling serverbasierter Vorgänge vom Mainframe aus ist keine neue Erfindung, wird aber in einer sich verändernden IT-Infrastruktur heute immer wichtiger. Indem die Windows- und Unix-Produktion in das Mainframe-Scheduling integriert und dort ein Single-Point-Of-Control für plattformübergreifende Jobsteu-erung und -überwachung eingerichtet wird, erhöht sich die Produktionssicherheit für dezentrale Jobs deutlich. Bei Fehlern können Peter Breitenberger und sein Team zeitnah reagieren – und nicht erst, wenn die Gegenseite einen möglichen Datenverlust meldet.

Administratoren dezentraler Systeme werden entlastet

Inzwischen haben die SAP-Kollegen den Nutzen für sich erkannt: Wenn Thomas Greifeneder aus der SAP-Basis-Betreuung morgens seine nächtlichen Logs kontrolliert, muss er keinen Ausfall nachvollziehen und den Fehler beheben, sondern die zentralen Operatoren haben sich schon darum gekümmert – einer der großen Vorzüge der Anbindung dezentraler Prozesse an das zentrale Scheduling.

Integrierte Lösung für die Kontrolle und Archivierung von Logs

Job-Logs aus dem Host-Umfeld archiviert das Land Oberösterreich schon seit 25 Jahren mit Beta 92. Mit Einführung der Software werden nun auch die Jobs aus der offenen Welt zentral aufgezeichnet. Vor allem sind die Funktionen für Scheduling und Archivierung nun in einer Lösung integriert. Ist ein Non-z/OS Serverjob für die ihm vorbestimmte Zeit gelaufen, erhält der Host den Logfile zurückübermittelt. Dieser wird in Beta 92 archiviert. Weil Beta 92 EJM integraler Bestandteil von Beta 92 ist, deckt das Land Oberösterreich somit den kompletten Prozess des Anstoßens, der Kontrolle und der Archivierung von Job-Logs mit einer einzigen Lösung ab. Mit “reinen” TWS-Mitteln wäre dies so nicht möglich.

Im Laufe der Zeit hat Beta Systems verschiedene Sonderentwicklungen für die Linzer erledigt: einen zusätzlichen Mail-Typ in SAP eingerichtet, um aus dem ERP-System Listen zu versenden, den File-Trigger so konfiguriert, dass nun auch das Triggern auf den Inhalt eines Directory möglich ist, nicht mehr nur auf den File-Namen. „Auf solche Spezialwünsche ist Beta Systems stets sehr schnell und kompetent eingegangen“, erklärt Peter Breitenberger. Für die nähere Zukunft stehen weitere Anpassungen auf dem Wunschzettel, etwa die Übernahme von SAP-Skripten in Beta 92. Auch diese Anpassungen wird Beta Systems mit der gewohnten Zuverlässigkeit durchführen, ist man sich in der Linzer Verwaltung sicher.

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Bernhard Prüger
Ich bin in Wien geboren, lebe und arbeite mit meiner Familie seit vielen Jahren in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Als Wirtschaftsinformatiker bin ich von der Faszination IT angezogen. Als Produkt Marketing Spezialist verleihe ich den Bits und Bytes bei Beta Systems ein Gefühl. Bisher half ich Unternehmen im Aufbau von Channel- und Inbound Marketing sowie der Umsetzung von Go-to-Market Strategien.

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